Hintergrundbild © Andy Hensel

Das Projekt wird begleitet vom

JA, ich möchte an der Crowdfunding- Kampagen "Tier- und Artenschutzzentrum NRW, Gütersloh" teilnehmen!



Wichtiger Hinweis: trotz steigender Nachfrage kann die Initiative "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" derzeit noch keine Tiere aufnehmen. Das "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" befindet sich noch in der planerischen Aufbauphase. Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank! Ihre Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW

Tier- und Artenschutzzentrum Nordrhein- Westfalen


Willkommen auf der Seite „Tier- und Artenschutzzentrum NRW“!

 

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse an dem Modellprojekt "Tier- und Artenschutzzentrum NRW".

Das „Tier- und Artenschutzzentrum Nordrhein- Westfalen“ (kurz TAZ NRW) soll als eine der größten öffentlich zugänglichen Auffangstationen für beschlagnahmte Exoten in Nordrhein- Westfalen fungieren und über die Landesgrenze hinaus im nationalen und internationalen Tierschutz tätig sein.

 

Tierschutz mit Humor statt erhobenem Zeigefinger! - das ist das Motto der Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW. Neben der Aufnahme exotischer Wildtiere richtet das TAZ NRW seinen Schwerpunkt auf den Bereich der Aufklärungs- und Präventionsarbeit im Sinne einer öffentlichen Bildungs- und Informationsstätte. Auch der Bereich der Tier-, Natur- und Umweltpädagogik spielt eine wichtige Rolle. Als "Halter von morgen" wird hierbei vor allem die Zusammenarbeit mit Kindern- und Jugendlichen/ jungen Erwachsenen gefördert.

Das breitgefächerte und lösungsorientierte Konzept wird zukünftig dazu beitragen können, dass das "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" sowohl als überregionale Informations- und Bildungsstätte, als auch als familiäres Ausflugsziel wahrgenommen wird. Neuartig, innovativ und zukunftsorientiert: das Tier- und Artenschutzzentrum NRW vereint diese drei Aspekte in einem bisher einzigartigen Projekt.

Derzeit wird speziell auf die Realisierung des Projektes auf dem ehemaligen britischen Militärflugplatz an der Marienfelder Straße hingearbeitet.

 

Verfolgen Sie die Entwicklung des Projektes und erfahren Sie mehr zu  den Themen wie (inter-) nationaler Wildtierhandel,  private und gewerbliche Exotenhaltung, sowie Wissenswertes über aktuelle Studien und Gesetzesentwürfe.

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unserer Homepage.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW

 

 

Hinweis: aufgrund der Komplexität des Projektes kann auf dieser Homepage nur ein allgemeiner Überblick zu den Themenschwerpunkten dargestellt werden. Bei Interesse forden Sie einfach das Gesamtkonzept als geschützte  PDF- Datei an.

So könnte das "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" in Gütersloh auf der Konversionsfläche "Princess Royal Barracks", Marienfelder Straße aussehen:

Hinweis: Stand Oktober 2017

Die Abbildungen zeigen eine unverbindliche und beispielhafte Aufteilung, Sie dienen lediglich der visuellen Darstellung des Projektes. Alle weiteren planerischen Maßnahmen sind von Dritten, deren und städtische Entscheidungen abhängig.Genaue Angaben können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt gegeben werden und sind zum Teil noch offen stehend.


 Wir suchen Verstärkung!

 

Wir suchen dringend Personen mit dem nötigen „Know How“ in den Bereichen:

 

- Verwaltung u. Organisation

 

- Öffentlichkeitsarbeit u. Marketing

 

Gesucht werden erfahrene Personen, die sich ehrenamtlich für das Projekt engagieren und dieses aktiv unterstützen wollen. Zur weiteren Komplettierung der Initiative suchen wir zudem einen Tierarzt/in bzw. Veterinär/in mit dem Schwerpunkt Wild- und Zootiere.

 

Ob rüstiger (Früh-) Rentner, Schüler oder Student: wir setzen auf generationsübergreifenden Zusammenarbeit um gemeinsam das „Tier- und Artenschutzzentrum NRW“ aufzubauen!

Sie möchten das Projekt von Anfang begleiten und aufbauen? Ihre eigenen Ideen und Vorstellungen in das Projekt einbringen  und aktiv werden?

Dann senden Sie uns einfach eine E- Mail an info@tier-artenschutzzentrumnrw.de.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW

FORUM "TAZ NRW"

(Hinweis: Für den Zutritt ist eine Anmeldung mit Ihrer E-Mailadresse und einem Passwort notwendig)

Ab sofort ist das neue Forum für Sie online. Sie möchten in direkten Kontakt mit den Mitgliedern der Initiative treten und ein Teil der Initiative sein?

Dann schauen Sie einfach im Forum vorbei!

 

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

 

Viele Grüße

Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW

 

(Für die Anmeldung ist die Angabe Ihrer E-Mailadresse und ein Passwort notwendig.)

 

 


Neuigkeiten

erstellt am 18.08.2017

Bundestagswahl 2017: der Tierschutz- Check

Welche Partei steht hinter welchen Zielen? Wo wird der Tierschutz noch groß geschrieben? Wie wollen die Parteien ihre Ziele umsetzen?

 

Unter dem folgenden Link sind die Antworten der Parteien nachzulesen. Auch zu den Themenbereichen "Wildtiere in Zirkusbetrieben" und "Exotenhandel" wird Stellung genommen. Zwar sind sich einzelne Parteien in ihrer Umsetzung und Zielsetzung nicht vollständig einig, dennoch läasst sich eine Richtung erkennen, welche vor allem die Präventions- und Aufklärungsarbeit in den Vordergrund stellt. Zudem sollen Tierheime und Auffangstationen auf unterschiedliche Weise stärker unterstützt werden.

 

Der Deutsche Tierschutzbund hat die Antworten zusammengefasst:

www.tierschutzbund.de/tierschutz-check #Tierschutzwahl

erstellt am 31.05.2017

Eine Auffangstation wendet sich an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Wir sind längst an der Grenze der Belastbarkeit und der Aufnahmekapazität angekommen!

 

In einem offenen Brief wendet sich Herr Olaf Neuendorfer, Vorsitzender des Raubtierasyls Ansbach (Bayern) stellverstretend für dreißig weitere Tierschutzorganisationen und vereine an den Bundesminister Christian Schmidt.

Hierbei weist er u.a. noch einmal deutlich auf die Problematik der steigenden Zahl exotischer Wildtiere in deutschen Tierheimen und Auffangstationen, dem Online- und Börsenhandel mit Exoten, dem Gefahrtiergesetz und einer sinnvollen Positivliste sowie auf die fehlende finanzielle Unterstützung seitens des Landes und der Behörden hin:

 

 

 

 

Olaf Neuendorf Raubtier- und Exotenasyl e.V. Leinmühlstraße 2 91522 Ansbach


Bundesminister im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Herrn Christian Schmidt

Wilhelmstraße 54

11055 Berlin

 

 

 

25. April 2017

 

Handel und Haltung von nicht-heimischen Wildtieren in Deutschland


Sehr geehrter Herr Bundesminister,


die unterzeichnenden Tierschutzeinrichtungen und Auffangstationen wenden sich mit der eindringlichen Bitte an Sie, den Handel mit und die private Haltung von nicht-heimischen Wildtieren in Deutschland zu regulieren. Die Anzahl der abgegebenen nicht-heimischen Wildtiere ist inzwischen so hoch, dass wir längst an die Grenze der Belastbarkeit und Aufnahmekapazität gekommen sind.
Tierheime dienen in erster Linie der Unterbringung von aufgefundenen und abgegebenen Haustieren, deren kurz- bis mittelfristiger Weitervermittlung an Privatpersonen sowie zur Versorgung von beschlagnahmten oder sichergestellten Tieren. Wildtierauffangstationen haben primär die Aufgabe, verletzte oder verwaiste heimische Wildtiere gesund zu pflegen und wieder auszuwildern. Seit einigen Jahren werden Tierheime und Auffangstationen jedoch immer häufiger mit exotischen Abgabetieren konfrontiert, vom Chamäleon über Berberaffen bis zum Tiger und Löwe. Das belastet die ohnehin knappen finanziellen, personellen und räumlichen Kapazitäten zusätzlich. Bereits spezialisierte Auffangstationen sind sehr selten, aufgrund der großen Anzahl der Abgabetiere heillos überfüllt und somit nicht in der Lage, alle angefragten Tiere aufnehmen. Vermehrt werden Tiere in Nachbarländer abgegeben, ausländische Auffangstationen zahlen dann den Preis für die Folge eines weitgehend unregulierten Handels und der kontinuierlich zunehmenden Privathaltung von exotischen Wildtieren in Deutschland. Denn statt Hund, Katze oder Kaninchen schaffen sich immer mehr Menschen nicht-heimische Wildtiere an, darunter Pythons, Bartagamen, Affen und Großkatzen. Trotz der Einführung des verbesserten Gutachtens über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren steigt die Zahl der privaten Halter an. Der Zugang zu den Tieren ist allzu einfach: In Zoofachgeschäften, auf Börsen oder im Internet kann man problemlos Exoten kaufen, dies oftmals zu einem geringen Preis. Das fördert spontane und unüberlegte Käufe. So ist den Käufern oftmals nicht bewusst, welche Pflichten und Gefahren mit der Haltung von exotischen Wildtieren verbunden sind. Kosten und Zeitaufwand wachsen dem Halter
schnell über den Kopf. Die Tiere werden ausgesetzt, verwahrlosen oder werden abgegeben, eine sachkundige Unterbringung ist nur schwer zu finden. Für die Versorgung solcher Tiere sind in den meisten Einrichtungen keine speziell ausgebildeten Mitarbeiter vorhanden, sodass sie die Aufnahme ablehnen. Wir sehen es ebenfalls als sehr problematisch an, dass Tiere aus schlechter Privathaltung vielfach nicht von den Behörden beschlagnahmt werden, weil diese keine passende Unterkunft für die Tiere finden.
Viele Politiker plädieren schon lange für die Verabschiedung einheitlicher Gesetze im Sinne des Tier- und Artenschutzes. Deswegen möchten wir Sie bitten, folgende Forderungen zeitnah umzusetzen:
Wildtierbörsen Der Trend zum exotischen Haustier wird maßgeblich durch sogenannte Exoten- oder Reptilienbörsen gefördert, auf denen man nicht heimische Reptilien, exotische Säuger, Amphibien, Insekten und Spinnen kaufen kann. Diese Börsen werden mittlerweile in fast jeder größeren deutschen Stadt veranstaltet. In Deutschland findet viermal jährlich auch Europas größte Reptilienbörse statt, auf der jeweils tausende Tiere den Besitzer wechseln. Viele Tierheime berichten, dass steigende Aufnahmezahlen an Reptilien immer wieder zeitlich mit Reptilienbörsen zusammenfallen. Deswegen bitten wir Sie eindringlich, die großen, kommerziellen Tierbörsen zu verbieten und Tierbörsen auf ihren ursprünglichen Zweck zurückzuführen: Den Austausch zwischen Hobby-Züchtern und Haltern. Folgende Punkte empfehlen wir:
- Einzugskreis beschränken auf Landkreis und angrenzende Kreise (Vermeidung tingelnder Händler)
- Gewerbliche Händler von Börsen ausschließen / alternativ an die Vorgaben für den Zoofachhandel binden
- Limitierte Anzahl an Tierverkäufen (nur so viele Tiere wie am Stand Platz haben, keine Vorratshaltung)
- „Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten“ aktualisieren und bundesweit rechtsverbindlich machen
- Aus Artenschutz-Gründen kein Verkauf von Wildfängen
- Sicherstellung des Tierwohls durch Überwachung von Amtstierärzten und von der Behörde berufenen spezialisierten Tierärzten

 

Online-Verkauf

Auch sollte der Verkauf und Versand von lebenden Tieren über Internetbörsen unterbunden werden, da hier ebenfalls Spontankäufe gefördert werden und ein Beratungsgespräch i.d.R. unterbleibt.
Gefahrtiergesetz Mittlerweile werden zahlreiche Wildtiere gehalten, von denen eine physische Gefahr für den Menschen ausgeht. Großkatzen, Giftspinnen und großwüchsige Würgeschlangen dürfen noch immer in vielen Bundesländern ohne jegliche Auflagen oder Meldepflicht gehalten werden. Deswegen fordern wir eine bundeseinheitliche Regelung, die die Haltung von Gefahrtieren durch Privatpersonen einschränkt.

 

Positivliste

Viele exotische Wildtiere sind schlichtweg nicht für die private Haltung geeignet. Aus diesem Grund haben beispielsweise die Niederlande oder Belgien bereits eine Positivliste eingeführt. Laut eines vom Bundestag in Auftrag gegebenes Rechtsgutachtens sind Positivlisten für Wild- und Haustiere mit dem Unionsrecht vereinbar: „Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Positivlisten für legal zu haltende Heimtiere grundsätzlich mit dem Unionsrecht vereinbar sind, wenn sie auf sachlichen Kriterien für die Erstellung einer solchen Liste beruhen und ein faires, gerichtlich überprüfbares, an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiertes Verfahren für die Aufnahme neuer Tierarten in die Liste vorsehen.“1 Die unterzeichnenden Tierheime und Auffangstationen unterstützen die Forderung nach der Einführung einer solchen Positivliste auf Bundesebene, verbunden mit einem Sachkundenachweis für Tierhalter.

 

Finanzielle Unterstützung

Oftmals ist die Kostenfrage bei der Aufnahme von Wildtieren unklar. Vorhandene Fundtierverträge mit den Kommunen decken diese Tiere in der Regel nicht ab und auch für die Behörden ist oftmals unklar, wer zuständig ist (Artenschutz oder Tierschutz). Wir fordern, neben den dringend notwendigen präventiven Maßnahmen, finanzielle Unterstützung im Rahmen der Versorgung von aufgefundenen und abgegebenen exotischen Wildtieren.


Die Leidtragenden der unzureichenden Gesetzeslage in Deutschland sind zu allererst die Tiere, gefolgt von Auffangstationen und Tierheimen, die ihr Bestmögliches tun, aber längst an die Grenzen ihrer Kapazitäten gestoßen sind. Solange in Deutschland jedermann sich nahezu alles als „Heimtier“ kaufen kann, wird sich unsere schwierige Situation noch weiter zuspitzen. Wir bitten Sie deshalb eindringlich, unseren Forderungen nachzukommen und die private Exotenhaltung endlich strikt und rechtsverbindlich zu regeln.

 

Olaf Neuendorf,

1. Vorstand, Raubtier- und Exotenasyl e.V.

 


Im Namen von:
1. Sylvia Bringmann, Geschäftsleiterin, Tierheim Köln-Dellbrück & Tierheim Bergheim
2. Alessandra Bugané, 1. Vorsitzende, Tierschutz Braunschweig
3. Jörg Erbguth, 1. Vorsitzender, Tierheim & Tierschutz Recklinghausen e.V.
4. Christian Erdmann, geschäftsführender Gesellschafter der Wildtier- und Artenschutzzentrum gemeinnützigen GmbH
5. Katharina Erdmann, geschäftsführende Gesellschafterin der Wildtier- und Artenschutzzentrum gemeinnützigen GmbH und 1. Vorsitzende des Landestierschutzverband Schleswig-Holstein e.V.
6. Albrecht Finger, 1. Vorsitzender, Wildtierauffangstation Rastede e.V.
1 Deutscher Bundestag, Die Vereinbarkeit von Positivlisten für legal zu haltende Heimtiere mit Unionsrecht, http://bit.ly/2jZID0F, 2016
7. Andre van Gemmert , 1. Vorsitzender, Janine Bahr van Gemmert, Tierärztin, Susanne Ermert, Stationsleitung, Tierhuus Insel Föhr e.V.
8. Janine Bahr van Gemmert, Tierärztin und Vorsitzende, Robbenzentrum Föhr
9. David van Gennep, Geschäftsführer, AAP Rescue Centre for Exotic Animals
10. Dr. Sandra Giltner, Tierheimleitung, Tierheim München
11. Sandra Gulla, 1.Vorsitzende, Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
12. Silvia Gruber, 1. Vorsitzende, Tierschutzverein Dachau e.V.
13. Michaela Hoppe, 1. Vorsitzende, Tier- und Naturschutzverein Hilden e.V.
14. Florian Horster, Vorstand, Tierschutzverein Koblenz und Umgebung e.V.
15. Petra Kipper, 1. Vorsitzende, Wildtierarche Rodgau g.e.V.
16. Ines Krüger, 1. Vorsitzende, Tierschutzverein für Berlin und Umgebung Corp. e.V.
17. Tessy Lödermann , 1. Vorsitzende, Tierschutzverein des Landkreises Garmisch-Partenkirchen e.V.
18. René C. Maier-Stadtaus, Vorstandsvorsitzender, Tierschutzverein Pforzheim & Umgebung e.V.
19. Irene Papp 1. Vorsitzende, Tierschutzverein Oberkirch-Renchtal e.V.
20. Heinz Paula, Vorsitzender, Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V.
21. Kurt Perlinger, Vorstandsvorsitzender, Tierschutzverein München e.V.
22. Monika Piasetzky, Vorsitzende, Tierschutzverein Düsseldorf u.U. e.V. -1873-
23. Monika Pledl, 1. Vorsitzende, Tierhilfe Kelheim/Abensberg u. Umgebung e.V.
24. Horst Reimann, 1. Vorsitzender, Tierschutzverein für Siegen und Umgebung e.V.
25. Dr. Claudia Ruf, Vorsitzende, Tierschutzverein Zwickau und Umgebung e.V.
26. Angelika Schmidt-Straube, 1.Vorsitzende, Tierschutzverein Stuttgart und Umgebung e.V.
27. Tanja Schnabel, Tierheimleitung, Tierschutzverein Nürnberg-Fürth und Umgebung e.V.
28. Michael Sperlich, Geschäftsführer, Erster Freier Tierschutzverein Leipzig und Umgebung e.V.
29. Dr. Katrin Umlauf, Leitung, Reptilienstation Weidefeld
Cc: Leitung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Ordentliche Mitglieder und Stellvertretende Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft

 

 

Presseinformation, 27. April 2016


Exotenhandel: Hilferuf von 30 Tierheimen und Auffangstationen an die Politik


In einem gemeinsamen Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt fordern 30 deutsche Tierheime und Auffangstationen, den Handel und die Haltung von exotischen Wildtieren endlich einzuschränken. Zu Beginn der Legislaturperiode hatten die Leiter der Tierheime noch große Hoffnung, dass sich etwas ändert, denn im Koalitionsvertrag war eine Regelung des Handels mit Wildtieren vereinbart – doch weit gefehlt, die Situation ist noch prekärer geworden.
Normalerweise versorgen Tierheime ausgesetzte Hunde und Auffangstationen verwaiste heimische Rehkitze – doch seit längerem bereitet ein anderes Thema den Stationen große Kopfschmerzen: Zu groß gewordene Leguane, vereinsamte Äffchen und kranke Karakale finden immer häufiger ihren Weg in Tierheime und Auffangstationen. Grund für die Exoten-Schwemme ist laut Dr. Sandra Giltner vom Tierheim München der einfache Zugang zu den diversesten Wildtieren als Haustiere: „Jeder kann sich auf einer Exoten-Börse ein Wildtier kaufen und das ohne jegliche Vorkenntnisse.“ Sie weiß aus Erfahrung, welche Probleme dadurch entstehen können: Im Münchner Tierheim saßen schon Nasenbären, diverse Affen und ein Känguru. „Unser Personal ist zur Pflege von Hunden und Katzen geschult. Die Aufnahme von Exoten stellt uns vor enorme Herausforderungen – finanziell sowie personell.“
„Wir bauen in unseren Tierheimen immer größere Exotenstationen, müssen um immer mehr Spendengelder bitten, um die verschiedenen Tierarten auch nur annähernd artgemäß unterzubringen und zu versorgen. Und das alles nur, weil in einem völlig unregulierten Markt, der das einzelne Tier ohne Rücksicht auf Verluste nur als handelbare Ware benutzt, einige an dem Exotenelend verdienen und einige sich an Exotenhaltung ergötzen wollen,“ sagt Sandra Gulla , 1.Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V.


Unterstützung von politischer Seite gibt es kaum – das weiß auch Olaf Neuendorf, der Leiter der Auffangstation für Raubkatzen und andere exotische Tiere in Ansbach. Die Auffangstation steht vor dem Aus, denn das Gelände, auf dem unter anderem Tiger, Füchse und Affen ein neues Zuhause gefunden haben, soll verkauft werden. Ein Antrag für finanzielle Unterstützung wurde vom Umweltausschuss des Bayerischen Landtags erst kürzlich abgelehnt. „Ein Tierschützer würde sein letztes Hemd geben, um ein Tier zu retten! Das wissen die Politiker, deswegen sehen sie auch keine Dringlichkeit zu handeln – sie verlassen sich darauf, dass wir das schon irgendwie hinkriegen. Aber wir sind am Ende unserer Möglichkeiten“, so Neuendorf.
Die Lage spitzt sich zu: Oftmals können die Veterinärbehörden Tiere aus schlechter Privathaltung nicht beschlagnahmen, da sie nicht wissen, wo die Tiere untergebracht werden können. Ein Ausweg scheint die Verlagerung des Problems ins Ausland: Die Auffangstation AAP in den Niederlanden hat in den vergangenen Jahren fast 200 Tiere aus Deutschland aufgenommen. Kostenpunkt für die durch Spenden finanzierte Station: Fünf Millionen Euro für Rettung und Verpflegung der Tiere.
Im Herbst 2013 beschlossen die Koalitionspartner u.a., gewerbliche Tierbörsen zu verbieten und den Handel mit und die Haltung von Wildtieren in Privathand zu regulieren. Das ist nicht geschehen – stattdessen gibt es Aufschiebemanöver. Auch der neuste Streich des Bundeslandwirtschaftsministeriums lässt wenig hoffen: Auf der Online-Plattform „Haustier-Berater“
(haustier-berater.de) werden exotische Tiere, darunter Sugar Glider, Chamäleons und Weißbauchigel, vorgestellt und weitgehend unkritische Tipps zur Haltung gegeben.


Für Neuendorf, Mit-Initiator des Briefes, ist deshalb klar: „Politische Entscheidungen werden am Schreibtisch getroffen, welche Probleme wir in unseren Tierheimen haben, scheint dabei nicht sichtbar zu sein“.
Der gemeinsame Brief wurde von 30 Tierschutz-Einrichtungen unterschrieben – unter ihnen die größten Tierheime Deutschlands: Tierschutzverein Augsburg, Tierheim Bergheim, Tierschutzverein Berlin, Tierschutz Braunschweig, Tierschutzverein Dachau, Tierheim Köln-Dellbrück, Tierschutzverein Düsseldorf, Tierschutzverein Garmisch-Partenkirchen, Hamburger Tierschutzverein, Tier- und Naturschutzverein Hilden, Tierhilfe Kelheim/Abensberg, Tierschutzverein Koblenz, Tierschutzverein Leipzig und Umgebung, Tierheim München, Tierschutzverein München, Tierschutzverein Nürnberg-Fürth, Tierschutzverein Oberkirch-Renchtal, Tierschutzverein Pforzheim & Umgebung, Tierheim Recklinghausen, Tierschutzverein Siegen, Tierschutzverein Stuttgart, Tierschutzverein Zwickau sowie die Wildtier-Auffangstationen AAP Rescue Centre for Exotic Animals (Holland), Raubtier- und Exotenasyl Ansbach, Reptilienstation Weidefeld, Robbenzentrum Föhr, Tierhuus Insel Föhr, Wildtierarche Rodgau, Wildtierauffangstation Rastede, Wildtierstation Hamburg /Wildtier- und Artenschutzzentrum.

erstellt am 21.04.2017

Ein online ´Haustier- Beratungsservice´ statt einheitliche Gesetzesregelung?!

Tierschützer sehen Rot- statt geforderten Richtlinien veröffentlicht das Bundeslandwirtschaftministerium einen neuen Haustier- Beratungsservice. Adeline Fischer von der Tierschutzorganisation "ProWildlife" ist empört über die Aufnahme exotischer Wildtiere wie den Sugar Glider (Kurzkopfgleitbeutler) in die Datenbank "normaler" Haustiere.

David van Gennep, Leiter der niederländischen Auffangstation Stichting AAP berichtet zudem von den Tieren, die aus Deutschland übernommen wurden: darunter seit dem Jahr 2001 acht Schimpansen und 124 Primaten. Kostenpunkt: 5 Millionen Euro. Finanziellen Unterstützung aus Deutschland bekäme die Station nicht dafür.Herr Gennep und seine Kollegen ärgern sich schon seit langem über die unveränderte Situation bzgl. der Exotenhaltung in Deutschland.

 

DER TAGESSPIEGEL (18.04.2017) hat weitere interessante Informationen und eine Zusammenfassung der heutigen Situation in Deutschland zusammengefasst:

erstellt am 26.01.2017

"Tiger und Co. im Wohnzimmer"

Der Bericht "Tiger und Co. im Wohnzimmer" (exakt MDR) fasst die Probleme der Privathaltung exotischer Wildtiere zusammen. In- und ausländische Auffangstationen für Exoten stehen vor einem wachsenden Problem und fordern den Staat auf, zu handeln.

erstellt am 26.11.2016

Die EU geht gegen den Wildtierhandel vor

Die Europäische Union hat die Problematik und die Folgen des illegalen Wildtierhandels erkannt und setzt sich nun verstärkt für die Umsetzung des EU- Aktionsplans ein. Neben der Frage der Finanzierung greift der Plan die Einführung, bzw. Überarbeitung von Richtlinien für Tierauffangstationen und allgemeine Meldesysteme für beschlagnahmte lebende Tiere auf.

 

Weiter Informationen hierzu finden Sie unter den angegebenen Link.

Quelle: International Fund For Animal Welfare (IFAW)

Bildquelle: Tierschutzbund.de

erstellt am 06.11.2016

"Raubtiere im Garten"

Private Raubtierhaltung in Deutschland

 

Vor gut einem Jahr veröffentlichte der Fernsehensender BR eine Sendung zum Thema exotischer Haustiere. Bis heute hat sich kaum etwas verändert...

 

Hier finden Sie den Link zu dem Video "Raubkatzen im Garten- exotische Säugetiere im Trend" (BR Fernsehen, ausgestrahlt am 11.11.1015).



CROWDFUNDING- KAMPAGNE gestartet!

Ab sofort sind wir mit dem Projekt "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" auch auf der Crowdfunding- Plattform "leetchi.com" vertreten!

 

Mit nur einem Klick können Sie sich beteiligen und somit Teil der Projektes werden:

  • stellen Sie der Initiative einen von Ihnen frei wählbaren Betrag zur Verfügung (1-2500€, die mehrfache Teilnahme ist möglich; bei Beträgen über 2500€ setzen Sie sich bitte mit der Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW in Verbindung),
  • alle Bezahlungen sind sicher mit SofortÜberweisung, VISA, Mastercard, Giropay oder ELV (kein Online-Banking notwendig),
  • Ihr Betrag kommt vollständig dem Projekt "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" zugute.

Nähere Informationen zur Crowdfundingprojekt finden Sie unter der Rubrik "Werden auch Sie Teil des Projektes"> "Crowdfunding- Kampagne  `TAZ NRW, Gütersloh`". Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

 

Unter den ersten 10 Teilnehmern der Crowdfunding- Kampagne verlost die Initiative "Tier- und Artenschutzzentrum NRW" bei erfolgreicher Umsetzung des Projektes exklusiv

2 x 2 Jahreskarten

 

für das entstehende Tier- und Artenschutzzentrum NRW. Seien nun auch Sie dabei!

Die Gewinner werden hier auf der Homepage bekannt gegeben.

Viel Glück!

 

Ihre Initiative Tier- und Artenschutzzentrum NRW

Vielen Dank für Ihre Spende



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